Trainingstherapie

Individuell aufgebaute therapeutische Bewegungstherapie, um die Bewegungsfunktion, Muskulatur und dynamische Stabilität systematisch aufzubauen.

In Basel-Umgebung, im Dreiländereck, Kanton Aargau und Solothurn und auf Anfrage.

Während viele manuelle Therapien dem Lösen von Blockaden dienen, also der Mobilisation, muss in einem zweiten Schritt an der Stabilisation gearbeitet werden. Dies geschieht in Form von körperlichem Training. Das Besondere an der Trainingstherapie ist, dass das Pferd in gesundheitsfördernder Körperhaltung und Bewegungsmustern stabilisiert wird, wobei die Losgelassenheit nicht verloren gehen soll. Das ermöglicht:

  • Entwicklung dynamisch-stabiler Bewegungsabläufe

  • Muskelaufbau der tragenden Muskulatur

  • Verbesserung Balance und Koordination

  • Verbesserung der Losgelassenheit und Durchlässigkeit

  • Schmerzreduktion

  • Vermeidung von Rezidiven nach Verletzungen

  • Stärkung der körperlichen Resilienz

Was ist der Nutzen von Trainingstherapie?

Von besonderer Bedeutung ist die Trainingstherapie während der Rehabilitation, beispielsweise nach einer Verletzung. Gerade in Phasen, in denen Ihr Pferd nur sehr eingeschränkt belastet werden darf, braucht es eine strukturierte und therapeutisch durchdachte Begleitung.

Im klassischen Aufbautraining wird die Belastung häufig nach dem Prinzip „jeden Tag eine Runde mehr traben“ gesteigert. Doch entscheidend ist nicht in erster Linie die Anzahl der Runden, sondern die Qualität der Bewegung. Die entscheidende Frage lautet nicht, wie viel, sondern wie sich das Pferd bewegt.

Nur wenn Haltung, Bewegungsmuster und Muskelaktivität korrekt aufeinander abgestimmt sind, kann Belastung sinnvoll gesteigert werden. Andernfalls besteht die Gefahr, bestehende Fehlbelastungen weiter zu festigen und neue Überlastungen zu provozieren.

Trainingstherapie legt daher den Fokus auf biomechanische Korrektheit, Stabilität und koordinative Kontrolle. Erst wenn diese Grundlagen vorhanden sind, wird die Intensität behutsam erhöht. So entsteht nachhaltige Belastbarkeit – anstelle eines schleichenden Rückfalls.

Wann wird Trainingstherapie eingesetzt?

Rehabilitation

Zurückliegende Verletzungen oder chronische Beschwerden hinterlassen häufig funktionelle Schwachstellen im Bewegungsapparat – selbst dann, wenn akute Symptome wie beispielsweise eine Lahmheit nach einer Sehnenverletzung bereits abgeklungen sind.

Um betroffene Strukturen zu entlasten, entwickelt das Pferd Kompensationshaltungen und veränderte Bewegungsmuster. Diese Schutzmechanismen sind kurzfristig sinnvoll, können jedoch langfristig zu Überlastungen anderer Bereiche führen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass funktionelle Dysbalancen nicht nur Folge einer Erkrankung sein können – mitunter haben sie diese bereits begünstigt oder sogar verursacht. Fehlhaltungen, mangelnde Stabilität oder ungünstige Bewegungsmuster wirken oft über einen längeren Zeitraum, bevor strukturelle Schäden sichtbar werden.

Auf dieser Grundlage wird in der Trainingstherapie das Training so gestaltet, dass fehlerhafte Bewegungsabläufe schrittweise verändert und stabile, tragfähige Strukturen aufgebaut werden. Entscheidend ist dabei nicht die reine Belastungssteigerung, sondern die funktionelle Qualität der Bewegung.

Vorerkrankungen

Trainingstherapie ist nicht nur im Krankheitsfall sinnvoll, sondern kann auch präventiv bei Sport- und Freizeitpferden eingesetzt werden oder als vorbereitendes Training vor dem Anreiten dienen.

Durch gezieltes Training der tragenden und stabilisierenden Muskulatur verbessert das Pferd seine Fähigkeit, sich selbst in einer funktionellen, positiven Aufspannung zu tragen. Gleichzeitig kann fehlgespannte Muskulatur gelöst werden. Trainingstherapie zielt zudem auch auf das Geraderichten ab und stärkt das Pferd sowohl koordinativ als auch mental.

Somit wird ein wichtiger Beitrag zur Gesunderhaltung geleistet und fördert gleichzeitig die sportliche Entwicklung des Pferdes.

Prävention und sportbegleitend